Viszerale Therapie

Die Viszerale Therapie ist eine noch junge Disziplin in der Physiotherapie. Sie befasst sich mit den Bewegungen und der Beweglichkeit der inneren Organe.

Einfache Behandlungstechniken in Form von Atemgymnastik, eine tiefe Bauchatmung beispielsweise mobilisiert sämtliche Bauch- und Beckenorgane, sind bereits Bestandteile der staatl. anerkannten Ausbildung zum Physiotherapeuten.

Spezielle Techniken zur Befundung und Mobilisation der einzelnen Organe können in zusätzlichen Fortbildungen erlernt werden.

Wie bei Muskeln kann es auch im Bereich der inneren Organe zu Verspannungen und eingeschränkter Flexibilität kommen. Die Auslöser für Störungen der Bewegung oder Beweglichkeit der Organe sind äußerst vielfältig. Am verständlichsten erscheinen Sie nach Verletzungen oder Operationen des Bauchraumes.

Aber auch emotionale Faktoren beeinflussen die Funktion und Flexibilität unserer inneren Organe. Aussagen wie „das ist mir ganz schön an die Nieren gegangen“ oder „ist dir ´ne Laus über die Leber gelaufen?“ stehen sinnbildlich für den engen Bezug unseres Befindens zu den Organen.

Bleibt das Bewegungsverhalten eines oder mehrerer Organe für längere Zeit gestört, kommt es häufig zu weitreichenden Problemen, welche in allen Regionen des Körpers auftreten können. Die Zusammenhänge und Abläufe sind hier noch nicht hinreichend ge- und erklärt, stellen sich aber oftmals eindrucksvoll in der Therapie dar.