Faszientherapie

Faszien sind ein relativ unbekannter, neuer Begriff im Bereich der Medizin, Ihnen wurde lange Zeit keine Beachtung geschenkt als mögliche Ursache von Schmerzen.

Was sind Faszien überhaupt?

Faszie leitet sich ab aus dem Lat. Wort fascis, was soviel bedeutet wie Verbund, Bund oder Bündel.
Bezogen auf den menschlichen Körper bezeichnet man besondere Formen von Bindegewebe, kollagene Fasern, elastisches Gewebe als Fasziengewebe.

Man findet es überall im Körper, es umhüllt und durchdringt Muskulatur, umschließt unsere Organe und Gelenke. Es schützt unser Nervengewebe, bildet Sehnen und Membrangewebe. Es gibt eigentlich keine Region unseres Körpers ohne einen Anteil an Fasziengewebe.

Die Aufgaben von Faszien sind vielfältig. So haben die Faszien im Bauchraum die Aufgabe unsere Organe in ihrer Position zu halten, voneinander zu trennen, gewährleisten aber gleichzeitig eine dynamische/bewegliche Verbindung der Organe untereinander.

Die Faszien im Muskelbereich geben der Muskulatur ihre eigentliche Form. Wenn keine Faszienhüllen vorhanden wären könnten wir nicht aufrecht stehen, geschweige denn uns bewegen. Sie geben unserem muskulärem System eine dynamisch, bewegliche Statik.

Faszien verbinden alle Regionen unseres Körpers miteinander und bilden ein komplexes Netz aus „Bindegewebe“.

Warum können Faszien Ursache für Schmerzen sein?

Wenn es zu einer Störung, Verletzung oder Überbelastung eines Körperabschnittes kommt, verändert sich das Fasziengewebe. Es wird unbeweglicher, Fasern zerreißen, werden überdehnt oder verdrehen sich untereinander.
Dieses bleibt nicht ohne Folgen. Es kommt zu einem verschlechterten Stoffwechsel der betroffenen Region, die dynamische Stabilität leidet und es kommt zu einer Funktionsstörung.

Die Faszien können ihre Aufgabe nicht mehr leisten, es führt zu bleibenden Störungen im System, Schmerzen entstehen!

Was macht die Faszientherapie?

Der Therapeut versucht die unterschiedlichen Störungen im Fasziensystem zu korrigieren. Dies kann mit unterschiedlichen Behandlungstechniken geschehen, wie z.B., manuelle Therapie, myofasciale release Techniken oder Triggerpunkttherapie, um nur einige wenige zu nennen.

Das Ziel ist immer das gleiche, es geht darum die Störung zu beheben und so die Funktion wiederherzustellen.